Absolutly Magicbsolutly Magic Australian Shepherds

Bei Zuchthunden sollte jährlich bei einem AKVO anerkannten Spezialtierarzt eine Untersuchung durchgeführt werden. Man unterscheidet verscheidene Arten der Erkrankung am Auge. Die häufigsten sind unten beschrieben:

Retina Dysplasie
Progressive Retina Atrophie
Collie Eye Anomalie
Katarakt in den verschieden Formen

Retina Dysplasie:

Die embryonale Entwicklung der Retina (Netzhaut) ist sehr komplex. Die Dysplasie tritt dann auf, wenn in der Entwicklung die zwei Lagen nicht korrekt zusammenwachsen. Der Grund hiefür liegt entweder in der Vererbung (in den meisten Fällen) oder aber bei Herpeserkrankung bzw. Parvovirose während der Trächtigkeit. Diese Erkrankung ist ein Geburtsfehler, und somit ist das Stadium der Erkrankung schon bei der Geburt fixiert.

Drei mögliche Ausbildungen gibt es. Die erste wird auch retinal fold genannt. Hier entstehen Falten auf der inneren Netzhaut. Für den Hund ist dies keine Behinderung, da nur kleine Bereiche blinde Flecken aufweisen, und diese vom Hund mit großer Wahrscheinlichkeit nicht wahrgenommen werden.

Die zweite Variante ist großflächiger, und dadurch ist eine eindeutige Gesichtfeldeinengung bemerkbar.

Die dritte Form ist dann gegeben, wenn die zwei Lagen gar nicht zusammenwachsen. Eine vollständige Erblindung ist hier gegeben.

Die Augenuntersuchung mit 6-8 Wochen ist somit aussagekräftig, keine Veränderung kann hier eintreten. Von der CERF wird empfohlen mit 6 Monaten eine Zweituntersuchung zu machen, da beim Welpen das Auge noch sehr klein ist und auch bei der Untersuchung der Welpe meist nicht ruhig hält.

Progressive Retina Atrophie:

Verschiedene Erscheinungsformen treten auf, doch fast alle führen zu einer Erblindung.

Es ist eine Erkrankung der Stäbchen und Zäpfchen in der Netzhaut. In der für Aussies möglichen Erscheinungsform erfolgt die Entwicklung der Stäbchen und Zäpfchen normal, doch ab einem gewissen Alter degenerieren sie allmählich. Dies ist in einem Alter von 4 bis 7 Jahren der Fall. (in dieser Zeit wurden aber die betroffenen Hunde ja meist schon in Zuchtprogrammen verwendet) Die ersten Anzeichen sind bei allen Erscheinungsformen die Nachtblindheit, da zuerst die Stäbchen (für Sicht bei schwachem Licht) degenerieren. Ein Test kann gemacht werden, bei dem ein Lichtimpuls in des Auge gebracht wird, und dann die Amplitude der Reaktion mittels Elektroden gemessen wird. Der Ausschlag der Amplitude ist ein Zeichen, ob / wie weit die PRA fortgeschritten ist.

Das PRA Gene ist autosomal rezessiv, somit tritt die Erkrankung nur dann auf wenn sowohl Vater als auch Mutter das Gene tragen. Um es zu testen, kann bis jetzt nur dann eine 100% Aussage darüber gemacht werden, wenn man ihn/sie mit einem Hund belegt, der nachweislich Träger ist. Doch diese Variante ist sehr kost- und zeitspielig. (speziell bei Rassen, bei denen die Erkrankung erst spät auftritt).

In den Staaten gibt es Bestrebungen das Gen durch genetische Tests zu bestimmen, das Aussage gibt, ob ein Hund PRA Träger ist oder nicht.

Collie Eye Anomalie

Ist ein Geburtsfehler, eine abnormale Entwicklung der mittleren Schicht des Auges. Es kann ein Auge oder es können beide Augen betroffen sein. Trotz Erkrankung kann es zu keiner Beeinträchtigung kommen, aber ebenso auch zur vollständigen Erblindung des/der Auges/Augen

CEA tritt in verschiedenen Erscheinungsformen auf.

Choroidale hypoplasie (CH) Zwischen der 5. und 7. Woche kann ein nicht pigmentierter Bereich neben der Linse gesehen werden, der aber mit der Zeit durchfärbt und beim erwachsenen Hund als normal wirkt, trotzdem weist dies darauf hin, dass dieser Hund Träger ist und nicht für die Zucht zugelassen werden sollte. Deshalb ist die Untersuchung als Welpe sehr wichtig.

Colobom: sind Aus- oder Einbuchtungen am hinteren Tei des Auges. Es kann zu einer Netzhautablösung als Folge eines Coloboms kommen.

CEA ist autosomal, rezessiv. Die Hoffnung besteht, dass auch für diese Krankheit ein genetischer Test gefunden wird, um die Häufigkeit diese Krankheit zu reduzieren.

Katarakt

Kann beschrieben werden als Veränderungen der Linse. Meist altersbedingt, doch ebenso kann es einen jüngeren Hund treffen, dann ist es aber genetisch bedingt.

Eine teilweise oder vollständige Trübung der Linse/der Kapsel in der die Linse sich befindet, ist das äußere Erscheinungsbild von Katarakt.

Dies ist die Haupt"krankheit", warum Hunde ihr Augenlicht verlieren. Katarakt wird verursacht durch Vererbung, Trauma, Augenentzündung, Diabetes mellitus, vererblich Netzhaut Atrophie (PRA), und und und.... .

Wenn nur ein kleiner Teil des Auges betroffen ist, dann behindert dies nicht die Sicht des Hundes, trotzdem sollte nicht mit diesem Hund weitergezüchtet werden.

Einige Arten von Katarakt verlaufen über längere Zeit bis zur Erblindung des Hundes.

Die Behandlung kann bei sonst vollständig gesundem Auge unter Vollnarkose durch Entfernen der Linse und Implantieren einer Kunststofflinse mit 90-95% erfolgreich verlaufen, die Sicht in der Nähe ist meist nach 6 Monaten wieder in Ordnung.

Falls der Katarakt auf Grund von Entzündungen auftritt, ist hier natürlich ebenso eine Behandlung nötig um den weitern Verlauf zu stoppen, dafür ist es ebenso angebracht, einen Tierarzt aufzusuchen.

Quelle CERF-hompage: http://www.vmdb.org/dxspot.html 9.7.2001